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Gesundheitsnews

Masern schwächen Immunsystem

Eine Masernerkrankung ist nicht nur aufgrund ihrer direkten Komplikationen wie z. B. einer Masern-Gehirnentzündung gefährlich. Masernviren schädigen das gesamte Immunsystem so nachhaltig, dass die betroffen Kindern in den nächsten Jahren ein erhöhtes Risiko für weitere Infektionskrankheiten haben.

Immungedächtnis massiv gestört

Auch wenn es Impfgegner immer wieder behaupten: Masernviren sind alles andere als harmlos und können einen weitaus größeren Schaden anrichten als Hautausschlag mit Juckreiz. Dabei drohen nicht nur die bekannten akuten Komplikationen wie Lungen- und Gehirnentzündungen. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass Masern das Immunsystem langfristig erheblich schwächen.

So ergab die Analyse der Blutproben von 77 Masernkindern, dass Masernviren neben den B- und T-Lymphozyten noch zahlreiche weitere Zellarten des Immunsystems befallen und zum Absterben bringen. Besonders stark waren die Gedächtniszellen betroffen, also die Zellen, die gegen ein Antigen sensibilisiert sind und bei erneutem Kontakt für eine schnelle Abwehrreaktion sorgen.

Auch Antikörper eliminiert

Doch Masernviren zerstören nicht nur die Zellen des Immunsystem. Sie machen auch kurzen Prozess mit den im Blut zirkulierenden Antikörpern. 2 Monate nach der Maserninfektion waren im Blut der Kinder bis zu 73% der ursprünglich vorhandenen und gegen die verschiedensten Erreger gerichteten Antikörper verschwunden. Das bedeutet, dass die betroffenen Kinder gegen diese Erreger für einen Zeitraum von 2 bis 3 Jahren weniger gut geschützt waren.

Eine Infektion mit Masernviren fördert deshalb nicht etwa die Immunabwehr, wie Impfgegner behaupten. Stattdessen schwächen Masernviren das Immunsystem, bewerten die Forscher ihre Ergebnisse. Zwar baut es im Laufe der Jahre erneut Antikörper auf. In der Zwischenzeit können Krankheiten aber deutlich heftiger ausfallen. Hundertausende Todesfälle sollen den Studienautoren zufolge auf das Konto eines maserngeschwächten Immunsystems gehen.

Impfen schützt vor Masern und vor Abwehrschwäche

Die Impfung selbst hinterlässt keine derartige Immunschwäche. Im Gegenteil: Sie sorgt durch Verhütung der Maserninfektion dafür, dass Maserviren ihren immunschwächenden Einfluss gar nicht erst ausüben können. Auch Kinder mit Masern könnten von der Impfung noch profitieren, mutmaßen die Forscher. Denn womöglich ließen sich die Langzeitfolgen auf das Immunsystem durch eine Impfung während der Erkrankung abmildern.

Quelle: Science

20.11.2019 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski | Foto: Aleksandra Suzi/Shutterstock.com

Platzangst ist gut behandelbar

Personen mit Agoraphobie verspüren an bestimmten Orten eine starke Angst. Dies kann ihre Bewegungsfreiheit stark einschränken. Doch es gibt Behandlungsmöglichkeiten.

Panikstörung oft als Begleitsymptom

Ausgelöst wird Agoraphobie in der Regel durch spezifische Orte oder Situationen. „Platzangst tritt typischerweise bei Aufenthalten an großen, weiten Orten und öffentlichen Plätzen auf“, erklärt Dr. Sabine Köhler vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit Sitz in Krefeld. „Doch auch enge, überfüllte Räume sind problematisch, wie beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel, Kinos oder enge Supermärkte. Betroffene leiden unter großer innerer Anspannung und einer starken emotionalen Belastung.“ Personen mit Agoraphobie fürchten sich, bei Vorfällen nicht schnell genug Hilfe zu erhalten oder fliehen zu können. Auch die Sorge vor beschämenden Situationen kann im Zentrum der Angst stehen. Oft löst allein der Gedanke an diese Orte oder Situationen eine Angstattacke aus. Zu Hause oder in Anwesenheit einer vertrauten Person fühlen sich viele Betroffene sofort sicherer und die Angst verschwindet.
Parallel zu dieser Angst können Betroffene eine Panikattacke erleben, die losgelöst von spezifischen Auslösern auftritt. „Eine Panikattacke geht mit überwältigenden Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel und auch Entfremdungsgefühlen bis hin zur Todesangst einher“, erklärt die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Dr. Köhler. „Solche Attacken sind nicht vorhersehbar und können Betroffene zutiefst erschüttern und verunsichern. Im Mittel dauern sie etwa 30 Minuten an“. Körperliche Ursachen dieser physischen Anzeichen können nicht festgestellt werden. Im Zuge der Panikstörung entwickeln viele der Betroffenen zusätzlich eine Angst vor der Angst, die von Fachärzten als Erwartungsangst bezeichnet wird.

Behandlung: Psychotherapie und gegebenenfalls Medikamente

Der Agoraphobie zugrunde liegen häufig persönliche Krisen, die von den Betroffenen als existenziell bedrohlich empfunden werden. Die Patienten unterschätzen oft ihre Bewältigungsmöglichkeiten, auf diese Anforderungen zu reagieren. Dies beeinträchtigt zugleich ihr Selbstwertgefühl. „Mit einer gezielten psychotherapeutischen Behandlung kann Menschen, die unter Panikattacken und Agoraphobie leiden, aber in relativ kurzer Zeit geholfen werden“, rät Dr. Köhler. „Günstig ist immer eine möglichst zeitnahe Therapie – auch damit sich keine Folgeerkrankungen wie eine Depression oder eine Suchterkrankung entwickeln.“ Besteht eine ausgeprägte Angststörung, erwägen Fachärzte eine zusätzliche medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva.

Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz

19.11.2019 | Von: Julia Schmidt | Foto: Miss Ty/Shutterstock.com

Was hilft gegen Haarausfall?

Jeder Mensch verliert etwa 100 bis 150 Haare am Tag – das ist völlig normal und gehört zum Haarlebenszyklus dazu. Die ausgefallenen Haare machen nämlich die Haarwurzeln für ein gesundes, neues Haar frei. Doch was hilft, wenn deutlich mehr Haare ausfallen?

Oft sind die Gene Schuld

Übermäßiger Haarausfall hat viele Gründe. Eine der häufigsten Formen ist der erblich bedingte Haarausfall, die sogenannte androgenetische Alopezie, die sich bei Männern und Frauen etwas unterscheidet.

  • Bei Männern beginnt der erblich bedingte Haarausfall oftmals im frühen Erwachsenenalter. Bemerkbar macht er sich durch Geheimratsecken, eine Tonsur oder eine Glatze.
  • Bei Frauen wird das Kopfhaar vor allem im Scheitelbereich lichter – eine Glatze entsteht in der Regel nicht. Die androgenetische Alopezie beginnt häufig erst nach den Wechseljahren, wenn die Östrogen-Level sinken.

Gegen den erblich bedingten Haarausfall gibt es eine Vielzahl von angepriesenen „Wundermitteln“. Hier ist Vorsicht angesagt: Bei vielen der kosmetischen Mittel fehlt jeder Wirknachweis. Im Moment in Handel sind der Wirkstoff Minoxidil oder – bei Männern – auch das rezeptpflichtige Finasterid.


Einsparmodus unter Stress

Auch psychischer Stress, ein Nährstoffmangel, hormonelle Schwankungen (z. B. in den Wechseljahren), eine Hormonersatztherapie oder bestimmten Medikamente können zu einem vermehrten Ausfallen von Haaren führen. Grund hierfür ist, dass der Körper unter Stress – egal welcher Ursache – alle Funktionen einschränkt, die nicht überlebensnotwendig sind. Das lässt sich neben dem Nagel- und Haarwachstum z. B. auch gut beim Muskelaufbau beobachten.

Nach besonders traumatischen Ereignissen, wie z. B. nach einem Autounfall, kann es sein, dass die Haare sofort ausfallen. Häufiger ist jedoch der subakute Haarausfall, bei dem ein Stressfaktor über längere Zeit besteht. Dann fallen die Haare langsam und etwa zwei bis drei Monate später aus. In diesem Fall hängt die Therapie von dem Auslöser ab. Meist sind es mehrere Ursachen, z.B. eine Mischung aus psychischem Stress und Nährstoffmangel.

Die Haarbehandlung besteht dann aus zwei Dingen: spezielle Zubereitungen, wie z. B. Minoxidil-Lösungen, werden direkt auf die Kopfhaut gegeben und stimulieren die Haare. Des Weiteren wird der Hautarzt Nährstoffe empfehlen, die das Haarwachstum fördern. Diese nimmt der Patient entweder ein, z. B. als Tabletten, oder der Hautarzt injiziert sie direkt einige Millimeter unter die Kopfhaut (Mesotherapie).

Mikronährstoffe können die Behandlung unterstützen – allerdings nur dann, wenn auch ein Mangel besteht. Denn fehlen dem Körper Spurenelemente, wie Eisen und Zink, oder Vitamine, wie Vitamin B12, kann dies einen Haarausfall begünstigen. Tipp: die Grünalge Chlorella ist reich an Vitamin B12 sowie Eisen und kann als pflanzliches Produkt auch von Veganern eingenommen werden.

Typische Kreisform bei Autoimmunerkrankungen

Die dritthäufigste Form ist der „kreisrunde Haarausfall“, die sogenannte Alopecia areata. Typisch sind hier runden, kahlen Stellen auf dem Kopf. Verursacht wird diese Form des Haarausfalls vermutlich durch eine Autoimmunerkrankung. In diesem Fall sollte man auf keinen Fall selbst experimentieren, sondern lieber einen Arzt aufsuchen.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung und Allgemeinarzt-online

18.11.2019 | Von: Dr. Silke Kescher-Hack | Foto: IlyaAndriyanov/Shutterstock.com

Plötzliche Gesichtslähmung

Ein hängender Mundwinkel, plötzlich erschlaffte Gesichtsmuskeln – Symptome, die sofort an einen Schlaganfall denken lassen. Doch nicht immer steckt eine gefährliche Erkrankung dahinter.

Bei plötzlicher Gesichtslähmung immer zum Arzt

Eine plötzlich auftretende, halbseitige Lähmung der Gesichtsmuskulatur muss immer zeitnah abgeklärt werden. Im schlimmsten Fall weist sie auf einen Schlaganfall hin, in manchen Fällen liegt hingegen nur eine idiopathische Fazialisparese zugrunde. Im Gegensatz zu einem Schlaganfall ist diese weniger akut und bildet sich in der Regel innerhalb weniger Wochen bis Monate vollständig zurück. „Bei der idiopathischen Fazialisparese kommt es typischerweise zu einem hängenden Mundwinkel sowie gelegentlich auch Missempfindungen in Bereich der gleichen Wange“, berichtet Prof. Dr. Gereon Nelles vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN). „Oftmals ist das Schließen des Augenlids nicht vollständig möglich und es können Geschmacksstörungen auftreten sowie seltener eine Überempfindlichkeit gegenüber Schall.“

Behandlung: Arznei und Krankengymnastik

Ursächlich für eine idiopathische Fazialisparese ist eine zeitweise Funktionsstörung des Gesichtsnervs, hervorgerufen etwa durch eine Überreizung oder Entzündung des Nervs. Um die Rückbildung der Lähmung zu fördern, empfehlen viele Mediziner die Einnahme von entzündungshemmenden Mitteln. Unterstützend wirken krankengymnastische Übungen, die nach vorheriger Anleitung selbst vor einem Spiegel durchgeführt werden können. Ist der Lidschluss nicht mehr komplett ausführbar, helfen künstliche Tränen, die Augen vor dem Austrocknen zu bewahren.

Quelle: Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN)

15.11.2019 | Von: Sandra Göbel | Foto: YAKOBCHUK VIACHESLAV/Shutterstock.com